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Undercover-Journalismus: Simulation, Ethik, Praxis

26. Juni 28. Juni in Berlin

Wie und wann arbeitet man undercover? Was sind die ethischen und rechtlichen Voraussetzungen? Was sind die technischen und psychologischen Mittel?

Mit Tom Costello, der undercover die Planungen von Trumps Project 2025 aufdeckte, Julian Hessenthaler, der die Honigfalle des Ibiza Skandals aufbaute, die nach Veröffentlichung zum Sturz der österreichischen Regierung führte, und Jean Peters, der die Recherche Geheimplan gegen Deutschland bei CORRECTIV leitete. Der Experte für humanitäre Einsätze und Journalist Ruben Neugebauer organisiert den Workshop gemeinsam mit Jean Peters. 

Dieser Workshop bietet einen Einblick in die Methoden des Undercover-Journalismus. Über drei Tage hinweg tauchen die Teilnehmenden in eine realitätsnahe, inszenierte Rechercheumgebung ein und werden Teil einer Undercover-Redaktion.

Die Gruppe arbeitet kollektiv an verdeckten Recherchen, testet technische Geräte, gerät in kritische Situationen – und muss individuelle und Gruppenentscheidungen treffen, die journalistischen und ethischen Kriterien genügen.

Begleitet wird die Arbeit durch Inputs zu:

  • Presseethik und juristischen Grenzen
  • Recherchemethoden und technischer Umsetzung
  • Social Engineering, Legendenbildung und Gesprächsführung
  • Umgang mit Stress, Risiko und Enttarnung

Ein besonderer Fokus liegt auf der Reflexion:
Welche Mittel sind legitim? Wo wird die journalistische Täuschung problematisch? Und wie verändert sich journalistisches Arbeiten unter extremen Bedingungen – individuell und im Team?

Format

  • Freitag (26.6.): Einstieg & Vorbereitung, ggf. erste Übungen (ganztägig)
  • Samstag (27.6.): Simulation & intensive Praxis (ganztägig)
  • Sonntag (28.6.): Auswertung & Abschluss (bis Nachmittag)

Bitte zur Planung auch die Abende einbeziehen und weitere Termine am Wochenende vermeiden. Programm geht bis in den Abend hinein, geplant sind gemeinsame Abendessen.

Zielgruppe

Der Workshop richtet sich an Journalisten und Journalistinnen, die Undercover arbeiten wollen:

  • freie Journalisten und Journalistinnen
  • Journalisten und Journalistinnen mit Praxiserfahrung
  • engagierte Nachwuchsjournalisten und Journalistinnen mit erkennbarem Potential
  • Gruppen aus angrenzenden Bereichen, die die journalistischen Regeln lernen möchten

WICHTIG: Der Kurs richtet sich ausschließlich an Menschen, die Undercover-Methoden in ihrer Arbeit anwenden möchten. Gesucht ist eine Gruppe mit hoher Motivation und Interesse an intensiver Zusammenarbeit.

Die Teilnahme erfolgt über ein kurzes Bewerbungsverfahren, um eine passende und arbeitsfähige Gruppe zusammenzustellen.

Teilnahmegebühr

  • 250 € regulär
  • 150 € ermäßigt (für Menschen in Ausbildung)
  • Budget für zwei Abendessen à 20 – 40 Euro und am Sonntag eigenes Mittagessen einplanen. 

Die Teilnahmegebühr beinhaltet alle Lehrmaterialien und Verpflegung während der Workshopeinheiten.

Bewerbung

Die Plätze sind begrenzt.
Zur Bewerbung gehören:

  • kurzer Lebenslauf / einige Angaben zur bisherigen journalistischen Praxis
  • kurze Motivationsbeschreibung
  • kurzes Rechercheprojekt

Bewerbungsschluss 19.05.2026

[→ Hier bewerben]

Warum teilnehmen?

  • Austausch mit anderen engagierten Journalisten und Journalistinnen
  • Undercover 1×1 von internationalen Experten
  • realitätsnahe Simulation statt nackter Theorie
  • Erfahrung, wie Undercover-Arbeit im Team funktioniert
  • Arbeit an der eigenen journalistischen Haltung und Entscheidungsfähigkeit

Austausch mit anderen engagierten Journalisten und Journalistinnen

Ort

Genauer Ort wird nach der Anmeldung bekannt gegeben
Berlin,